Dr. Stefan Wienströer

Ein Senior-Ingenieur stellt sich vor
Dr. Stefan Wienströer, geboren 1968 und promovierter Chemiker, kam 1999 zu thyssenkrupp Steel und begann zunächst in den Chemischen Laboratorien, bevor er 2004 auf eine Betriebsleiterstelle im Direktionsbereich Roheisen-Technologie wechselte. So ist er ein lebendes Beispiel dafür, dass sich Forschung und Produktion bei thyssenkrupp Steel Europe nicht gegenseitig ausschließen! Seit Dezember 2006 bringt er sein ganzes Know-how als Senior Engineer innerhalb des Direktionsbereichs Hot Metal Production, Team Sintererzeugung, in den Produktionsprozess Sintern ein.

Dr. Stefan Wienströer, promovierter Chemiker, ist seit 1999 bei thyssenkrupp Steel Europe.

Seine Aufgabe
12,6 Millionen – so viele Tonnen Sinter werden im Werk Schwelgern jährlich produziert. Und Dr. Stefan Winströer sorgt dafür, dass das auch so bleibt! In enger Zusammenarbeit mit der Erzvorbereitung und den Teams der Hochöfen Hamborn und Schwelgern garantiert er, dass die Sinterproduktion effektiv und bald noch umweltfreundlicher als bisher läuft und läuft und läuft… Die Probe aufs Exempel wurde Anfang 2008 gemacht: Ab Mitte April 2008 musste die Sinteranlage eine bedarfsgerechte Sintermenge für fünf statt bis dato vier Hochöfen – natürlich ohne Qualitätseinbußen – produzieren. Dank bereits zuvor erfolgter organisatorischer Umstrukturierungen und Verfahrensverbesserungen, die nachhaltig auch auf zukünftige Produktionsperioden übertragen werden sollten, konnte die entsprechende Leistungssteigerung erreicht werden. Dr. Wienströer und sein Team schafften es, die Gesamtproduktivität seit dem Geschäftsjahr 2005/2006 um 500.000 Tonnen im Geschäftsjahr 2007/2008 zu erhöhen. Außerdem verbuchten alle drei Sinterbänder im Winter 2007/2008 neue Produktionsrekorde (bei hervorragender Qualität).

Ingenieure wie Dr. Winströer unterstützen thyssenkrupp Steel Europe jeden Tag nicht nur mit ihrem Fachwissen, sondern auch mit ihren Ideen, um Prozesse oder Gegebenheiten vor Ort zu verbessern. So tragen sie mit dazu bei, dass das Unternehmen nicht stagniert, sondern sich weiterentwickelt – die unabdingbare Voraussetzung dafür, um im Markt bestehen und vorankommen zu können. Gemeinsam mit seinem Team strebt der Senior Engineer kontinuierlich danach, innovative Konzepte zu entwickeln, um thyssenkrupp Steel Europe einen Wettbewerbsvorteil bereits an der Wertschöpfungsbasis zu sichern. Und schließlich macht gemeinsames Querdenken und sich neuen Herausforderungen stellen doppelt Spaß… Vielseitigkeit und Teamfähigkeit sind auch hier der Schlüssel zum Erfolg!

Sein Arbeitsplatz
Stahl ist bekanntermaßen keine natürliche Ressource – das wesentliche Vorprodukt bei der Stahlerzeugung ist daher flüssiges Roheisen. Es wird am Standort Duisburg in den vier Hochöfen der Betriebe Hamborn und Schwelgern produziert. Neben der Produktion von Roheisen und der zeit- und sortengerechten Bereitstellung der dafür benötigten Einsatzstoffe sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Direktionsbereichs dafür, dass Sinter auf den drei Sinterbändern in Schwelgern erzeugt wird. Für die Zukunft hat man mehrere strategische Ziele: Verbesserungen in Sachen Logistik, Prozesse und Anlagen, aber auch die Sicherung und den Ausbau der Position des Standortes. Schließlich steht in Duisburg einer der weltweit größten integrierten Hochofenanlagen!

Umweltschutz hat im Direktionsbereich Roheisen einen hohen Stellenwert: So wird der Emissionsausstoß durch den kontinuierlichen Ausbau von Entstaubungsanlagen und weiteren begleitenden Aktivitäten stetig vermindert, anfallende Reststoffe werden mit einer selbst entwickelten Schachtofentechnologie zurückgewonnen und als flüssiges Roheisen in weiteren Produktionsprozessen eingesetzt.

Derzeit wird die Sinteranlage im Werksbereich Schwelgern mit einem Volumen von 30 Mio. bis 2011 mit zusätzlichen Filtern für Stäube und staubhaltige Abgase ausgerüstet. Aktuell werden dort mit einer Filterfläche von insgesamt 150.000 m2 jährlich rund 100 Mrd. m3 Gas gereinigt, wobei man die aufgefangenen eisenhaltigen Stäube wieder verwenden kann.

Um die Feinstaubemissionen der Anlage noch besser in den Griff zu bekommen, wird ein zusätzlicher Gewebefilter installiert, der den bereits vorhandenen elektrischen Gasreinigungsfiltern nachgeschaltet wird. Weiterhin werden neue Hochspannungs-Elektrofilter dazukommen, mit denen Staubpartikel schon innerhalb der Räume mit den Sinterbändern abgeschieden werden. Gleichzeitig werden weitere Feinstaubquellen an die verbesserten Entstaubungsanlagen angeschlossen und dort ebenfalls gesäubert.

Am Ende wird deutlich sauberere Luft für den Duisburger Norden stehen: Denn mit dem Filterkonzept für die Sinteranlage soll die Feinstaubbelastung noch einmal um bis zu drei Mikrogramm pro Kubikmeter verbessert werden.